#003 mit Tim Niedernolte
Shownotes
Wie bleibt man glaubwürdig, wenn man professionell immer wieder auf den Punkt da sein muss?
TV-Moderator und Buchautor Tim Niedernolte spricht über mehr als 15 Jahre beim ZDF, über Authentizität, Vorbereitung und den Spagat zwischen Rolle und Persönlichkeit. Er erzählt, wie er mit Teleprompter, Live-Pannen und täglich Millionen Zuschauern umging – und warum auch erfahrene Profis von Feedback und Coaching profitieren. Außerdem geht es um Wertschätzung, Respekt und die Frage, warum ein starker Auftritt vor allem eines braucht: den Mut, man selbst zu sein. Starker Auftritt _003 Tim Niede…
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00:00:01: Starke Auftritt, Episode drei.
00:00:08: Herzliche Grüße von der Küste!
00:00:10: Mein heutiger Gast weiß was es heißt immer wieder Tag für Tag auf den Punkt da zu sein.
00:00:17: Tim Niedernolte ist TV-Moderator, Journalist und Buchautor.
00:00:21: über fünfzehn Jahre stand er im ZDF vor der Kamera – von Logo über heute bis Hallo Deutschland.
00:00:28: Unterschiedlichste Themen Gesprächspartner und Stimmung.
00:00:32: Und immer mit Erwartung wenn das rote Licht angeht Bist du da?
00:00:37: Mich interessiert heute vor allem, wie schafft man es präsent und glaubwürdig zu sein wenn die eigene Tagesform vielleicht gerade eine ganz andere ist.
00:00:47: Wie viel davon ist Persönlichkeit, wieviel Handwerk und welche Rolle spielen Haltung und der Umgang mit Menschen für die eigene Wirkung?
00:00:55: in seinen Büchern Wunderwaffe Wertschätzung und Respekt setzt er sich intensiv mit der Frage auseinander wie wir miteinander umgehen.
00:01:05: Ich freue mich sehr auf das Gespräch mit Tim Niedernolte.
00:01:08: Herzlich willkommen, Tim!
00:01:10: Ja, vielen Dank, dass ich dabei sein darf.
00:01:12: Danke Jens und da ist ja schon im Grunde alles gesagt durch diese wunderschöne Anmoderation.
00:01:16: Okay dann können wir Schluss machen jetzt.
00:01:18: Also ein Sachen auch immer auf dem Punkt da sein – ich bin Familienvater, zweifacher Familienväter.
00:01:24: Das ist das Ding wo man das lernt weißt du?
00:01:25: Es ist nicht eine Frage von Tagesform oder rote Lampe oder ZDF oder Sky sondern wenn es im Kinderzimmer kracht muss man entscheiden, gehe ich dazwischen oder nicht.
00:01:34: Oder wenn man müde ist müssen trotzdem Schulbrote geschmiert werden.
00:01:37: Da lernt man die meisten Sachen!
00:01:39: Also würdest du sagen dass Vater da sein war für dich die beste Schule sozusagen immer on point zu sein und parat zu stehen?
00:01:51: Würd ich sage jetzt seitdem ich deine Anmoderation gehörte habe ich nie darüber nachgedacht.
00:01:55: aber als so all das in einen Topf geworfen hast und so wunderbar formuliert das dachte ZDF Sky, also ich liebe meinen Job.
00:02:01: Ich moderiere gerne ist auch ein Teil der Antwort schon wenn man das liebt was man macht dann ist es gar nicht so die Frage fühle ich mich heute danach sondern man macht einfach weil es aus einem herauskommt.
00:02:10: aber viel mehr ist hier Herausforderung.
00:02:11: dann eben twenty four seven mit kleinen Kindern dann älter werdenden Kindern klarzukommen da stellt sich die frage ja nicht.
00:02:17: da macht man einfach her und da ist wahrscheinlich am ende die größere schule die man dann auch über auf dass moderationsbusiness übertragen kann.
00:02:25: Und dann ist doch die Gemeinsamkeit, letztlich nicht nein sagen zu können.
00:02:32: Sein Kindern nicht zu sagen so sorry geht gerade nicht.
00:02:35: Papa ist nicht gut drauf, nicht ausgeschlafen und das Gleiche kann es halt im Fernsehen auch machen.
00:02:40: also du bist letztlich auf Gedei und Verderb dazu verdonnert sozusagen zu liefern oder?
00:02:48: Absolut.
00:02:49: Ich hab's auch immer geliebt, live zu moderieren alle Sendungen die ich im ZDF gemacht habe abzüglich von der einen oder anderen Doku oder Reportage.
00:02:58: das waren immer Live-Formate auch bei Sky wo wir uns ja kennengelernt haben Jens über die vielen viele Jahre.
00:03:03: Das war immer live und es hat mich immer sehr beflügelt.
00:03:05: natürlich ist der Druck größer man weiß man hat keine zweite Chance dass was jetzt passiert vor der Kamera das passiert auch auf den Fernsehgeräten Zuhause in der Kneipe oder auf dem Handy.
00:03:14: mittlerweile aber gibt diesen kick so und deswegen liebe ich auch sehr, sehr gerne event moderation live moderation.
00:03:23: Mit publikum auch weil man dann gar nicht vorher weiß wie sind die drauf kommt das an?
00:03:27: man muss immer wieder dann in dem moment die richtige lösung finden... ...und dass ist das was mich beflügelt und dann auch einfach ausfüllt.
00:03:36: Und ich habe natürlich über die ganzen jahre hin weg mittlerweile seit über vormundzwanzig jahren
00:03:41: auch
00:03:41: kollegen und kollegin beobachtet in ihren rollen.
00:03:45: wie verhalten sie sich?
00:03:47: Bevor die rote Lampe leuchtet und während der Rote Lamppe leuchtete.
00:03:52: Und natürlich gibt es viele, die die rute Lampe manchmal offensichtlich lehmt oder sie in eine andere Rolle schlüpfen lässt.
00:04:03: Manchmal denke so wie?
00:04:05: Warum denn?
00:04:07: Hier habe ich immer gedacht tatsächlich wie du es gerade beschrieben hast dass dich das nicht... Lehmt oder beeinträchtigt sondern ganz im Gegenteil, dass sich das inspiriert und dir Energie gibt.
00:04:18: Kannst du sagen was genau dich da beflügelt hat?
00:04:23: Ja es ist jetzt nicht die rote Lampe als solch im Sinne von okay jetzt ist dieser live Moment ab jetzt alles geben so.
00:04:29: Ich glaube Teil dessen ist einfach dass ich immer versucht habe vor der Kamera genauso zu sein wie... Wie auch ohne Kamera, Stichwort Authentizität.
00:04:38: Echt sein.
00:04:39: Man selber sein.
00:04:40: weil ich relativ schnell erkannt habe auch schon früher als Jugendlicher als mein Wunsch immer schon bestand irgendwann mal Sportmoderator zu werden und beim Fernsehen über Fußball zu berichten dass sich da nicht weiterkomme.
00:04:52: wenn ich irgendjemand kopiere ja und schaue wer ist da mein Idol wen gucke ich gerne Sehr, sehr kurz nur probiert und gemerkt damit scheitere ich völlig auf die Nase.
00:05:02: Aber Tim sein das kann nur ich am besten weil es nur einen Tim gibt ja so wie ein Jens Westen und andere die das jetzt hier hören.
00:05:09: jeder ist eine Persönlichkeit jeder ist einzigartig geschaffen worden und unique auf der Welt und dass einfach mitzunehmen.
00:05:16: Und wenn man das präsent hat wie ich das relativ schnell dann irgendwann lernen durfte dachte Dann gibt's ja auch keinen Unterschied ob die Lampe an ist oder nicht sondern Ich bin einfach ich selber.
00:05:23: ich muss mich nicht verstellen ich kann einfach machen.
00:05:26: Dann kommt das hinzu was ich vorhin schon mal angedeutet hab dass wenn es dann losgeht also wenn die uhr runter gezählt hat und das heißt und ab und bitte oder so.
00:05:35: Dass sich dann weiß.
00:05:35: okay jetzt kann nicht endlich das machen wofür ich vielleicht die woche mich vorbereitet habe wofüre viele jahre verschiedene praktiker gemacht haben rückschläge überwunden habe um hier zu stehen, und jetzt mit dieser person vielleicht live zu reden oder etwas zu berichten.
00:05:48: und das war im grunde ist das für mich schon eines der der großen Geheimnisse von Live-Kommunikation.
00:05:54: Man selber sein, plus das lieben oder genießen was man tut in der Regel ne?
00:05:59: Also ich mache auch öfter Kommunikationssiminare und da sage ich auch das heißt nicht dass du jeden Tag mit einem Dauergrinsen davor das Publikum treten musst oder vor die Kamera.
00:06:07: aber eine Grundliebe zu dem was man tut sollte man schon mitbringen sonst ist man vielleicht nicht hundertprozent im richtigen Job.
00:06:14: nur Tim Niedernolte sein Das hört sich ja erstmal simpel und einfach an.
00:06:20: Aber ich weiß ja auch aus eigener Erfahrung, dazu muss man natürlich auch einen Zutrauen in sich selber haben.
00:06:27: In seiner eigenen Fähigkeit und auch in seine eigene Persönlichkeit letztlich ja auch im Leifmoment alle Situationen zu händeln.
00:06:34: also mein... Paradebeispiel ist da immer so ein Flitzer, denn bei irgendwelchen Aufstiegsfeiern der aus dem Hintergrund kommt und dir dann erstmal eine Bierdusche verpasst oder keine Ahnung.
00:06:48: Das nur als Beispiel.
00:06:49: Wie hat sich dieses Zutrauen in dich selbst?
00:06:54: In deine Qualitäten?
00:06:55: In deiner Persönlichkeit entwickelt?
00:06:58: Ich glaube ganz viel ist da tatsächlich Training oder immer wieder machen Routine gewinnen.
00:07:05: Ich hab Veranstaltungen moderiert als junger Mann, die waren unsäglich vom Kaufhausmoderation über einen Event für wenig Geld überhaupt gab's dann irgendwann mal sogar Geld was mich denn da schon mit Stolz erfüllt hat auf meinem Weg Moderator zu werden aber mit wenig Publikum.
00:07:19: ich habe wahnsinnig viel gelernt bei Messeauftritten.
00:07:22: Ich habe über viele Jahre auf Industriemessen für einen Arbeitgeber moderiert die mich dann immer wieder gebucht haben Und da habe ich unfassbar viel gelernt, weil das waren oft so Publikums und Laufmessen.
00:07:33: Also die Leute liefen dadurch die Hallen... ...und dann hat ich einen Stand oder an unserem Stand ein Slot wo ich dann teilweise die Maschinen erklären musste von denen ich gar keine Ahnung hatte, teilweise sogar auf Englisch.
00:07:43: Da die Leute am Stand halten ohne dass man jetzt irgendwas Großes in der Hand hat.
00:07:50: Das war für mich also auf jeden Fall eine riesige Schule.
00:07:52: Ich habe dann zum Teil bei internationalen Messen, hab ich immer gewartet bis eine Gruppe von asiatischen Gästen in der Nähe war weil die einfach ein so höfliches Volk sind, ne?
00:08:01: Weil die natürlich wenn man die anspricht aus Höflichkeit trauen sie sich nicht weiter zu gehen.
00:08:05: Gehen Sie nicht weg!
00:08:06: Und dann blieben die da, hey wait a second I want something und so.
00:08:11: Dadurch dass sie das standen kam auch andere weil die gedacht haben ach krass da muss irgendwas los sein dieser Herdentrieb.
00:08:15: und irgendwann war diese Stand voll und dann hab ich natürlich performen können.
00:08:18: und so dachte ich immer okay ich brauch da irgendwie und habe da sehr viel Tools gelernt.
00:08:22: und das war natürlich mit der Zeit.
00:08:24: durch die vielen Auftritte kriegt man da Routinen.
00:08:26: Die ersten Stadion Auftritte bei Sky waren natürlich unterirdisch und unsäglich.
00:08:31: Und ich habe am Anfang, ich weiß noch mein allererste Spiel war in Duisburg... ...und ich hatte da die Probe, war natürlich aufgeregt.
00:08:37: jetzt wird endlich mein Jugendraum wahr!
00:08:38: Ich darf für Sky moderieren live.
00:08:41: Duisburg war damals wieder aufgestiegen.
00:08:43: Es lief auch alles gut in der Probe und dann sollte ich so eine kurze Stimmung schalte irgendwie vierzig Sekunden, fünfzig Sekunde.
00:08:48: wir geben zu dir vorher du stehst davor Femmlock.
00:08:52: Ich weiß das noch bis heute.
00:08:53: Also ich hab da plötzlich mal eigenes Wort nicht mehr verstanden und auch nicht, ich hatte ja gar nicht gewusst dass die Fans wenn sie so laut singen das sieht ihr auf dem Ohr höre und ich hatte die Einstellung gefällig falsch und ich war total los der in der Probe alles still alles easy.
00:09:05: Und solche Situationen wenn man die x-fach durch hat die führen natürlich dazu wenn man daraus lernt Dass man sich immer weitere Skills aneignet wie man dann umgehen kann damit.
00:09:15: und am Ende beim ZDF also vielen vielen letzten Jahre habe ich mich immer gefreut, wenn irgendwann dann doch mal eine Panel passiert in diesem sehr, sehr routinierten Sendungsablauf.
00:09:24: Gerade im Corona-Zeiten da hat mit Hallo Deutschland waren wir immer siebzehn bis achtzehn Uhr haben wir live gesendet und es hieß, wenn dann wieder einer dieser Runden war, je erinnert euch also Merkel zwei Ministerien, die da quasi den Ländervorsitz hatten und dann traten sie vor die Presse.
00:09:41: Siehst immer wenn die Merkel die vor die presse tritt wir gehen sofort raus aus dem Programm, raus aus der Beitrag oder in Moderationen.
00:09:47: du musst dann live rüberschalten nach Berlin.
00:09:49: überlegt ihr schon mal eine Formulierung ich muss sagen wie eine Formulein.
00:09:51: ich weiß gar nicht wann wir rübergehen Aus dem Beitrag, aus der Moderation.
00:09:55: Ja aber kannst du das dann live?
00:09:56: Ey Leute!
00:09:57: Irgendwann hab ich mal gefragt rein theoretisch ihr werdet schon in der Lage wenn es passiert dass wir rüberschalten und die war so boah geil wir hatten Glück wir haben nicht rüber geschaut.
00:10:04: ich so Boah können wir nicht heute endlich einmal schalten.
00:10:06: mein fünftes Mal Merkel und ich kann nicht entweder live dazwischen gehen.
00:10:09: also ich habe's geliebt ja
00:10:10: Also letztlich sagst Du ein großer Teil Routine Erfahrung.
00:10:16: Dann hast Du auch Tools & Skills äh genannt und das würde mich interessieren, weil das ja schon auch eine große Herausforderung ist wie ich finde inhaltlich über Dinge zu sprechen.
00:10:27: Das hast du jetzt gerade bei diesen Industriemessen angedeutet von denen man eigentlich kein Plan hat und dann auch noch auf Englisch.
00:10:36: Ja.
00:10:36: Das wird mir nochmal interessieren.
00:10:38: also wie hast du dir sozusagen die Inhalte so hingelegt dass du sie in deiner eigenen Sprache und in deinen eigenen Worten irgendwie sauber aufs Tablett bringst und dann auf englisch.
00:10:51: Also bei der Industriemesse ist der ganze Teil der Wahrheit, das sind natürlich mehrere schlaflose Nächte.
00:10:57: man hinterfragt warum muss ich jetzt hier in Düsseldorf oder in München diese Messe machen kann nicht einfach zu Hause sein und dann irgendwie einen anderen Job idealerweise machen.
00:11:05: Warum
00:11:05: wollte ich nicht Feuerwehrmann werden?
00:11:06: So ne oder irgendwas anderes.
00:11:08: was soll der Schrott?
00:11:10: Dann ist es am ersten Tag wenn man übt tagelang vorher Marketing Briefing versucht es auswendig zu lernen und merkt schon beim Lernen, dass wird niemals funktionieren auch nicht unter Druck.
00:11:20: Dann kommt man in den Messestand und die Ingenieure bauen die Maschinen auf und hat natürlich so eine Ahnung.
00:11:24: das ist die Maschine.
00:11:25: später.
00:11:26: viel Roboter bei mir war anders.
00:11:27: Die macht dann das dir klären einem was und sagen hier zeigt mehr than briefing achso Weiß was ihr eigentlich wichtig ist.
00:11:34: dann erklären die einen plötzlich noch mal aus ganz anderes und hat man diesen spagat zwischen marketing erteilung sagt das sind die themen die wir diese messe präsentieren versus.
00:11:42: Das ist das eigentlich was die maschine kann, dann kommt der nächste tag.
00:11:45: man macht den ersten durchlauf den zweiten denkt sich so bin ich nicht tatsächlich vorher wärmann geworden oder caterer hier oder so.
00:11:53: Und dann habe ich angefangen sagen okay, ich weiß jetzt was ungefähr die Key Message ist vom Marketing.
00:11:58: Ich weiß was die Maschine kann.
00:12:00: Was wollt ihr denn?
00:12:01: Wollt ihr irgendwie das alles richtig sage oder wollte hier Menschen an den Stand bekommen, die sich für das Produkt interessieren idealerweise und irgendwann zu käufern werden?
00:12:08: Dann hab' ich selber gemacht und hat mir die top drei Fakten von den Ingenieuren geben lassen.
00:12:12: Paar Buzzwords vom Marketing und hab' dann selber gefreestylt.
00:12:16: Bei der einen Maschine auch, das weiss ich noch bis heute... Die haben ihr gesagt ich weiß auch noch immer nicht was es bedeutet aber jetzt weißt du was eigentlich cool ist hier bei dieser applikation.
00:12:24: Applikation heißt so anwendung das habe ich mir auch gemerkt, diese applikations tim die läuft open loop.
00:12:30: Ach krass was heißt open loop?
00:12:32: haben sie mir erklärt er nicht verstanden.
00:12:34: und dann irgendwann habe ich das mal getestet weil sie hat ein kleines teil in der hand leute stand am stand und dann hab ich das irgendwie gesagt.
00:12:39: und dass besonderer an dieser maschine ist pause pause Pause Die läuft open loop und in die reaktion publik alle gucken sie schlagen sich auf den schenkel so packen kommen ist der hammer open loop.
00:12:49: Dann habe ich das immer so.
00:12:50: aus diesen baustellen hab ich mir dann so eine eigene klimax da rein gebaut.
00:12:54: Und am ende ich weiß bis heute nicht was das alles kann das teil aber es hat immer funktioniert mit dem du kannst dir verkäufer werden.
00:12:59: in den zwischenzeiten ja das war immer so immer zur vollen stunde oder manchmal zu vollen uns zu halben, wenn ich nur einmal pro stunde durchlauf hatte mich zu anderen ständigen gegangen tom Bartels Bei einem Mitbewerber, die hatten so einen Riesenstand mit Musik und damals noch leicht begleiteten Damen.
00:13:14: Es geht heute gar nicht mehr, man macht doch gar keinen Sinn.
00:13:16: als ich wollte ein Roboter.
00:13:17: Aber das ist boh geil der hat einen coolen Shop hier, weißt du?
00:13:20: Der Tom, der macht hier bei den anderen, macht da die große Show und ich muss hier diese Open Loops Sachen erklären.
00:13:25: aber dann hab' ich immer aus... Zum Teil auch aus Langeweile habe ich dann nicht halt so eine Krawatte an.
00:13:30: Da hatte ich Sekundengespräche geführt, kam ein Gäste aus Brasilien und haben gesagt die wollen hier das sind das bauen planen so eine Windkraftanlage.
00:13:36: Ich habe gesagt ja ich gucke mal wie weit ich komme und hab da mit denen immer solange kommuniziert bis sie irgendwann sagt auch ganz nicht ganz mein Thema aber ich nenne ihn mal den Kollegen.
00:13:44: Und am Ende der Messe kam der der Sales Chef zu mir gesagt ey du bist teilweise besser als unsere Mitarbeiter weil Weil ich verstanden habe wie Kommunikation funktioniert weil ich mich einfach weggedruckt habe sondern auf die Menschen zugegangen bin in die Augen geguckt habe Nicht überspielter wenn ich was nicht wusste, aber einfach den das gefühl gegeben habe.
00:14:01: Ich freue mich mit denen über Dinge zu reden selbst Wenn nicht alles perfekt inhaltlich ist und dass es eben dann auch ein teil der schule gewesen das halt Im Moderieren, auch wenn im Stadion oder beim ZDF was passiert.
00:14:12: Der Zuschauer erwartet ja gar nicht dass ich in diesem Fall als Moderator hier mal anders immer perfekt vorbereitet ist das kann er gar nichts sein es am Alltag ja auch nicht so.
00:14:20: aber ihn mitzunehmen den Zuschauern und ihnen das Gefühl zu geben man ist zumindest her der Lage und selbst Unsicherheiten da sind dann dann thematisiert man sie und versucht einen Weg zu finden.
00:14:30: Das ist das was aus meiner Sicht gelungene live Momente und auch das über Spielen vom Pannen ausmacht.
00:14:37: Wenn ich das nochmal sozusagen reduziere, was du gerade erzählt hast ist natürlich erstmal die Vorbereitung auf eine Moderation im schlimmsten Falle noch von einem Sachverhalten, von dem man wenig bis gar kein Plan hat.
00:14:52: Erstmal einfach viel Zeit davon.
00:14:54: also das ist erst mal Arbeit, dass es erstmal reinlesen uns wenn wir bei Informationen sind möglichst viele Informationen sammeln und sie dann auf die wichtigsten Informationen zu reduzieren.
00:15:08: Das war vor fünf Jahren schwieriger als heute mit Jet, GPT und allen anderen relevanten KI-Tools.
00:15:19: also viele Informationen auf das Wesentliche zu reduziert und sie dann vielleicht in seine eigene Sprache zu übersetzen... ...und den Arsch vielleicht auch in der Hose zu haben zu sagen hey ihr habt mich jetzt hier engagiert.
00:15:35: Ich mach das jetzt mal so wie ich glaube, ihr habt mir alle gebrieft.
00:15:39: Versteh' ich aber... ...ich muss das hier irgendwie in meinem eigenen Style sozusagen
00:15:45: überbringen
00:15:46: und dann ist natürlich Grundvoraussetzung dass du dann auch lieferst und auf dem Punkt bist und genau das den gibst was sie dann vielleicht gut finden um dann noch ein Vollgejob zu bekommen.
00:15:59: Ist das vernünftig zusammengefasst?
00:16:01: Kannst du dich damit identifizieren?
00:16:03: Du hast es ja auch am Anfang gesagt im Nebensatz, Persönlichkeit.
00:16:07: Wo ist Handwerk?
00:16:07: Und das war jetzt ganz viel Handwerk.
00:16:09: also man kommt nicht drum herum seine Hausaufgaben zu machen Im Thema zu sein zu recherchieren zusammenzufassen vielleicht noch mal neu formulieren sich einzulesen und Das dann aber parat so haben und dann eben wie du selber sagst die Eier zu haben die Traute zu haben im richtigen Moment einfach auf Dinge zu verzichten oder selber zu machen mit und dass Es auch unabdingbar einem nicht unerheblich maß an fein gefühlt zu gucken was für einen gespür oder was für ein moment und brauche jetzt gerade diese situation der kunde die person auf der bühne ist sie grade aufgeregt ist das publikum unruhig ist es grad wirklich ein sensibles thema?
00:16:45: ja ich moderiere auch manchmal so viel im NGO bereich und auch bei bei firmen oder verbänden wusst dann teilweise auch um sehr persönliche geschichten geht.
00:16:54: Und da kann ich natürlich nicht jetzt den falschen Gag zu falschen Zeit machen, sondern muss diese Stimmung spüren.
00:17:00: Aber wenn man das dann mit der Zeit oder man sich auf sich verlassen kann, weil man weiß auch im Alltag trete ich jetzt nicht in jedes Fettdepfchen was sich irgendwie mir einen Weg stellt... Dann kann das durchaus gelingen!
00:17:11: Bei den Messen so wie du es beschrieben hast war's denn ja für dich eigentlich eher ein Geschenk dass Leute dann da waren mit denen du in Resonanz gehen konntest und eine Interaktion gingen konntes.
00:17:24: Das steht, da finde ich im krassen Gegensatz zu deinem, wie du es schon beschrieben hast.
00:17:29: Sehr sterilen vielleicht routinierten Studio in Mainz bei Hallo Deutschland.
00:17:36: Da würde mich nochmal interessieren ob du Routinen hattest vor dann den Sendung selbst um dich in Stimmung zu bringen.
00:17:45: so würde ich gleich mal sagen
00:17:48: Also nicht so wirklich, also Abläufe.
00:17:51: Das waren die Routinen sowie wie vielleicht ein Sportler vom Auftritt immer weiß und... So ziehe ich mich an.
00:17:57: das Trikot muss da parat liegen.
00:17:58: dann nehme ich da noch mal den Drink oder den müsst ihr riegel keine Ahnung als.
00:18:02: ich hatte am Ende immer genau meine mein Mein Timing.
00:18:04: ne wann musste ich in der Maske sein?
00:18:06: bis wann hatte ich die Texte fertig?
00:18:07: Wann zieh ich mich um?
00:18:08: wo gehe ich hin?
00:18:08: Und das war schon so.
00:18:10: dann das Ritual um rein zu kommen in die Sendung Routine.
00:18:13: danach vielleicht weniger.
00:18:16: so Läubiger Mensch hat vor jedem Auftritt immer kurz gebetet, dass alles funktioniert.
00:18:21: Das habe ich bei Sky angefangen selbst auf der Toilette auf Schalke bis hin wo auch immer.
00:18:25: noch mal so kurz und ansonsten nee.
00:18:28: also das ist vielleicht auch einfach jetzt keine befriedigende Antwort.
00:18:31: aber Ich hab einfach das geliebt dass ich wusste ich habe jetzt hier siebzehn Uhr zehn oder siebzen oder zwölf ging mir live drauf.
00:18:37: Ich habe jetzt einen tag lang darauf hingearbeitet.
00:18:39: stichwort Handwerk ne Recherche schreiben also auch der für mich Wichtiger, aber manchmal unspannenderer Teil des Tages.
00:18:47: Um endlich den Zuschauern das zu präsentieren was wir uns hier heute als Redaktion vorgenommen haben.
00:18:53: und dann war das automatisch, war ich automatisch im Game, ne?
00:18:55: Da bist du im Studio irgendwann wird das Lichtdunkel nur noch den Sport und der Aufnahmleiter oder die Aufnahmeleiterin zählt runter... ...und es hat dann alles schon dazu geführt dass sich wusste jetzt bin ich hier in meinem Element und hab Bock und jetzt kann's losgehen!
00:19:08: Okay also eher so... Geil, jetzt werde ich nicht losgelassen.
00:19:14: Mit den Einschränkungen das gerade bei Hallo Deutschland natürlich auch ein sehr formatiertes Programm ist.
00:19:19: Dass Sie sagen wenn ich los gelassen würde dann wird die Merkel jetzt live drauf kommen.
00:19:24: Weil viel zu selten!
00:19:25: Wir hatten einmal eine Sondersendung, das weiß ich noch leider kein schöner Hintergrund oder wir hätten viele, viele Special-Sendungen gehabt in der Zeit auch bei der Drehscheibe mittags sehr viele Terroranschläge mitbegleitet, die wir dann dokumentieren und berichten mussten.
00:19:39: Einmal war dann in Paris Charlie Hebdo, Bataclon diese große Anschläge und Attacken.
00:19:45: Und zwei, drei Tage später wurden die Attentäter live ins so eine Industriehalle bei Paris oder einem anderen Ort gestellt.
00:19:52: Die wurden dann gefasst, das war der Zugriff der Sicherheitskräfte als Hallo Deutschland, die wir mussten live draufgehen.
00:19:58: Wir haben gestaltet nach Paris, nach Berlin wieder Livebilder, die ich kommentieren musste.
00:20:04: Da ist es wirklich passiert trotz dieser schweren Grundsituation, dass sich Freestylen durfte?
00:20:09: Das Problem war aus meiner Sicht ein bisschen, dass der zuständige Kollege in der Regie der Redaktions verantwortlich an dem Tag.
00:20:16: Aus meiner Sicht so ein bisschen in einer kleinen Schockstarre war.
00:20:19: Verständlicherweise überhaupt dieser ganzen Geschehnisse!
00:20:22: Und hat dich schön im Regen stehen lassen?
00:20:23: Bist
00:20:24: du irgendwann immer das Wort Schulbus auf meinem Ohr hatte, während dieser ganze Schalten.
00:20:29: Ich dachte, Schulbus finde ich jetzt irgendwie schwierig.
00:20:31: Also wenn es heißt schalten nach Paris, liest den Promter, macht zwei Minuten was alleine und muss hier etwas recherchieren oder so aber Schulbus-Schulbus dann habe ich irgendwann tatsächlich einmal in der Regie gefragt liebe Zuschauer, ich muss jetzt ganz kurz einmal hier nachfragen.
00:20:43: Ich höre immer dass bortschulbus auf meinen Knopf im Ohr, ich kommuniziere ja mit den Kollegen bedeutet das wir haben einen Beitrag über ein Schulbus.
00:20:51: tatsächlich Habe ich wirklich so gesagt.
00:20:54: Lies, was da steht auf dem Promter!
00:20:57: Diese Info hätte ich mir natürlich schon vorher einmal gewünscht, weil das ist ja eine klare Arbeitsauftrag.
00:21:00: Liest den Promter einfach?
00:21:01: Das macht man dann auch.
00:21:03: Im Nachhinein stellte sich raus dass wir als nächstes einen Beitrag hatten... ... eines Kollegen, der mit Nachnam Schnurbus hieß.
00:21:09: Und ich hab immer Schulbus verstanden!
00:21:11: Aber statt zu sagen ein neuer Beitrag von Schnurbus oder Liesten... ... hieß es immer nur Schnur-Bus und ich habe Schulbus versteckt, das kann nicht sein alter.
00:21:17: wir sind hier gerade in einer lebensbedrohlichen Live-Situation.
00:21:20: So halt, ne?
00:21:21: Ja auch in so einem schweren Thema logischerweise auch.
00:21:28: Das klingt ja sehr leicht finde ich wie du das so beschreibst, spielerisch fast schon als mal unabhängig von der Komplexität und Emotionalität der Themen, gab es für dich über die Jahre hinweg eine große Hürde.
00:21:47: oder was war anders gefragt?
00:21:50: Was war die größte Herausforderung für dich in dem Job über die jahre hinweg.
00:21:55: Das mit der Leitigkeit das stimmt schon so.
00:21:57: ne weil ich einfach das immer wollte und dann einfach genieße es machen zu dürfen über so viele Jahre.
00:22:03: entsprechend war und ist dann die Antwort auf deine Frage die größt hürde überhaupt reinzukommen.
00:22:07: So, gerade am Anfang.
00:22:09: Also ich habe beim Radio angefangen und habe einen Praktikum gemacht bei MDR Jump damals in Halle als ich parallel noch Fußball gespielt habe im Hallischen FC Und das war eine sehr lehrreiche sehr spannende Zeit weil ich damals der einzige Praktikant war und ganz viel machen durfte in diesem Team was sich gerade neu zusammengestellt hat.
00:22:26: Aber dann wollte ich irgendwann natürlich auch moderieren auf meinem Weg zum Moderator und dann hieß es immer naja, wo hast du ihn schon moderiert?
00:22:32: Wenn denn ohne Vorerfahrung geht's natürlich nicht.
00:22:34: Also kann dich jetzt ja nicht fürs Mikrofon lassen oder dass jemand schon woanders moderiert hat Und ich hab immer dann gesagt, naja aber irgendwo muss ich ja einmal anfangen.
00:22:43: Das ist ja mal so eine Hände-Eilprinzip wer lässt mich fürs Mikro und das war einer der größten Hürden überhaupt reinzukommen um dann aus diesen Referenzen dann Stück für Stück seinen Weg zu gehen?
00:22:53: es gibt immer wieder neue Herausforderungen also bis bis heute.
00:22:56: natürlich macht er seit knapp, ja, vor dem zwanzig jahren oder dreinzwanzig Jahren und es gibt Immerhöhe notiven Castings wo man weiterkommt denn wieder doch nicht Sendung die eingestellt werden Jobs die sich verändern oder beendet werden.
00:23:08: Aber im Nachhinein finde ich die größte Hürde war tatsächlich überhaupt erstmal die Stunde null, dass man reinkommen durfte.
00:23:15: Jetzt hast du eben gerade auch Promptor angesprochen und hast so sämtliche Texte selber geschrieben.
00:23:21: oder bist du da gefüttert worden?
00:23:23: Also ich hab in der Regel selber geschrieben.
00:23:24: Bei den Heute Nachrichten hat man, das war oft die Frühschicht ... Ich weiß gar nicht mehr, die erste Sendung lief, fünf Uhr, drei, sechs Uhr.
00:23:32: Aber sehr früh angefangen um vier oder so.
00:23:34: Da hatte man Kollegen, die teilweise auch dann Meldungen geschrieben haben.
00:23:37: Weil man es aus Zeitgründen alleine gar nicht geschafft hat.
00:23:39: Bei der Drehscheibe gab's einen Co-Hose, was wir damals genannt haben.
00:23:43: Wir saßen zu zweit im Büro und hatten halt, weil wir fünfzehn Moderationen hatten dieser live Sendung, dass war auch nicht möglich allein zwischen neun und elf Uhr, dreißig da.
00:23:52: diese ganzen Positionen zu befüllen.
00:23:54: Aber die habe ich dann immer noch mal wieder umgeschrieben oder in meinen Duktus angepasst, in meiner allerersten Sendung im ZDF, da kam ich ja von Sky, war parallel auch noch bei Sky damals.
00:24:03: Logo war das, hab' ich gesagt, äh... Ich brauch keinen Promptor!
00:24:05: Wir machen das so und dieser aufschreiende Regie, den hab ich auch noch... Das sind sehr viele Menschen dieser großen Regie.
00:24:12: Das ist ja dieses Heute-Studio mit diesem riesigen Tisch und so.
00:24:15: Also das war Wahnsinn.
00:24:17: Wäre da alles parallel?
00:24:17: Aber was haben
00:24:18: Sie dir
00:24:18: ausgerätet?!
00:24:19: Ja, das war das war einmal.
00:24:20: nur dieser Aufschrei hat fast gereicht irgendwie zu sagen.
00:24:24: Nein!
00:24:24: Wie soll das denn gehen und so?
00:24:25: Ich habe gesagt naja ich meine ihr wisst ihr gar nicht wann wir ein Bild als Hintersetzer reindrücken sollen.
00:24:31: Naja wenn ich zum Beispiel jetzt übers Brandenburger Tor rede.
00:24:34: Ihr werdet schon mitbekommen wann der Moment ist, wann es Sinn macht das Brandenburg-Tour.
00:24:37: Nein nein Tim, das kannst du nicht also auch... Ne, also Du weißt ja gar nicht welches da dran sitzt.
00:24:41: Wir brauchen das.
00:24:43: Und dann hab' ich gemerkt okay hier geht's nur mit Promter und habt dann aber immer oft auch bis zuletzt kamen dann die Kollegen.
00:24:49: es gab immer dann studentische Hilfskräfte, die unter anderem den Promptor im Studio bedient haben.
00:24:54: Das war so ein sehr begehrter Studentenjob mit Recherche und so.
00:24:58: Und die kamen oft vor der Sendung bei einer Position.
00:25:01: ich glaube da hast du sie verschrieben.
00:25:02: das klingt irgendwie so komisch.
00:25:04: Ich habe da reingeguckt hab das gelesen und gesagt ne.
00:25:07: Da haben die gemerkt ach so krass wenn es so betont ist ja aber dann habe ich teilweise immer so geschrieben wie ich jetzt hier im Podcast frei mit dir rede um mir so Halbsätze eingebaut die natürlich verschriftlich dann sehr rudimentär klangen und nicht vollständig, aber um mir einfach einen Duktus zu generieren, der auch dafür sorgt dass ich jetzt nicht so abgelesen klinge.
00:25:25: Also Sprechsprache und Nichtschriftsprache.
00:25:29: Und vor allen Dingen wenn wir neue hatten neue neue Kollegin und Kollegen Promter.
00:25:35: Die haben dann immer am Anfang natürlich so ein bisschen auf Sicherheit gedreht, dass immer das so ist.
00:25:39: Aber es war so eine Art Fließtext da im selben Tempo und das hat mich immer verleitet zum Leiern.
00:25:44: Dann habe ich den Fließtex in demselben Tempro gesprochen wie die Moderatorin, die Kollegen da gedrehte haben, hab keine Pausen gemacht oder so.
00:25:50: Sorry, das geht das nicht!
00:25:51: Also ich hatte auch ne sehr kleine Schrift weil ich immer vorauslesen wollte was passiert als nächstes.
00:25:56: Manche Kollegen haben ne Riesenschrift, hängt ja auch von der Augenlicht ab sozusagen ne Seekraft.
00:26:01: Aber ich wollte immer ganz klein haben, damit ich weiß was passiert danach.
00:26:04: Wo endet der Satz?
00:26:05: und so?
00:26:06: Und dann hab' ich den immer gesagt ey... ...dreht auf mein Risiko ganz hart am Wind.
00:26:11: Die oberste Zeile muss ich immer sehen, der Rest muss sich sehen und wenn ich eine Pause mache, dann macht ihr auch ne Pause.
00:26:15: Wenn ich schneller werde, werdet ihr schneller... selbst wenn ihr ganz anders dreht und Fehler passieren, das nehme ich alles auf meine Kappe.
00:26:20: aber sobald ihr euer Tempo durchzieht, dann komme ich in so ein Leierduktus rein.
00:26:24: Das geht nicht so, ne?
00:26:25: Und dann haben sie gesagt mit mir was immer im Schwersten zu drehen, aber auch am lustigsten weil man manchmal einen Satz zu verhauen habe ich dann noch versucht diese Kurve zu kriegen und ich hab aus dem Augenwinkel gesehen an diesem Promptorplatz rechts wie die Kollegin oder der Kollege sich das nachher kaum verkna- Und du sagst, geil!
00:26:38: Dann braucht er noch irgendein Artikel und das Werb fehlt.
00:26:41: Aber ah, ihr hatt's doch geschafft.
00:26:42: ja!
00:26:43: Gerade so eben!
00:26:44: Geradeso eben?
00:26:45: Und Schnurbus, Schulbus war das die größte Panne beim Thema Prompter oder...
00:26:52: Ja würde ich sagen also auf jeden Fall die die mir am meisten hingeblieben ist.
00:26:54: ne Also ich hab auch weiß gar nicht warum.
00:26:57: manchmal habe ich das Gefühl gehabt Ich hab ein Wort vergessen.
00:27:00: Das hab' ich einfach danach gefügt, weil es wenn ich ins Satz sage wo am Ende fehlt ...das Wort.
00:27:06: Ich habe einfach so nachgeliefert, so völlig random.
00:27:08: Was ist das?
00:27:10: Aber es war auch einfach lustig.
00:27:11: Die anderen mussten lachen.
00:27:14: Und dieser Switch von diesen super unterschiedlichen Emotionen und ja auch Inhalt letztlich von, keine Ahnung, Prinz Fredericks Hund hat Husten bis Terroranschläge und Naturkatastrophen.
00:27:27: Wie hast du das hinbekommen?
00:27:29: Das war immer... Bist du letztens immer eine Herausforderung?
00:27:32: finde ich eine der größten Herausforderungen bei diesem Format, wo man in so kurzer Zeit eben so krasse Themensprünge hat ohne auch viel Zeit dafür zu haben.
00:27:40: Erschwerend hinzukam dass wir mit Hallo Deutschland die letzte Sendung waren und sind, die live auf die neunzehn Uhr aufläuft.
00:27:48: das heißt da die Neunzehnt Uhr heute.
00:27:50: Nachricht beim ZDF kennt man ja die müssen auch um Punkt neunzen Uhr starten.
00:27:54: dazwischen kommt dann noch ein Soko also Fiktion abgedreht.
00:27:58: Das heißt, wenn über den Nachmittag im ZDF sich Sekunden angesammelt haben, zehn, zwanzig Sekunden Überlängen oder zu wenig, dann kann man das hier und da natürlich noch mit dem Trailer machen.
00:28:07: aber wir mussten mit Hallo Deutschland plus minus null enden.
00:28:11: Das heisst also im Laufe des Endes gießt es auf Bord hin.
00:28:13: wir sind zwanzzig Sekunden zu lang die heute die siebzen Uhr für uns war zu lange muss fünfzehn Sekunden einsparen zwanziger was da total viel ist bei den wenigen Positionen so und wenn dann Zeitdruck war, ob der Tatsache, dass man sparen musste und man hatte aber gerade das Erdbeben irgendwie hinter sich und musste jetzt dann wirklich zum Pusten von Prinz Friedrichs Hund kommen.
00:28:32: Das war dadurch schwierig, weil ich halt diese Gedankenpausen nicht hatte.
00:28:35: Hey Tim, du wirst langsamer nur schneller werden!
00:28:38: Und das war immer ein Kampf auch mit den Kollegen teilweise, weil ich gesagt habe gebt mir diese eins zwei Sekunden manchmal auch acht Sekunden vielleicht zusätzlich für einen Halbsatz.
00:28:45: Der Zuschauer kommt aus so einem zwei Minuten Beitrag oder fünf Minuten beitragt er in total gefesselt hat, vielleicht auch ja mit mit Angst oder oder mit negativen Emotionen zurücklässt und dann kann ich nicht da ins Bild springen und direkt einen auf gute Laune machen sondern Ich brauche diesen Blick nach unten, ich muss mir selber einen Atmer machen.
00:29:01: Ich muss einfach den so ein bisschen mitnehmen und habe immer sehr viel gekämpft weil das für mich die einzige Chance war diesen Change auch selber vorzuleben.
00:29:09: dass der Zuschauer merkt die Zuschauerin selbst der Tim hat gerade als Moderator Schwierigkeiten jetzt das richtige den richtigen Ton zu finden aber ihn auf diese Reise mitzunehmen.
00:29:18: Das hat aus meiner Sicht immer dann am Ende in Erfolg ausgemacht.
00:29:22: Und dann im Gegensatz zum Industriemesse Ohne Publikum, immer nur mit der Kamera im Duell.
00:29:33: Hast du da irgendwelche Kniffs und Tricks entwickelt über die Zeit hinweg?
00:29:37: Ja, du weißt es selber.
00:29:38: Also ich würde das Wort Duell einfach als Freund sozusagen, als Verstärker, als Lupe, als Eintritts-Tor in die Wohnzimmer.
00:29:47: Man kann sich immer wieder diesen Trick vorstellen eine Person ... vor seinem Kopf zu haben, der man jetzt genau das erklärt.
00:29:53: Oft war das dann die Großtante von mir, die das gerne geguckt hat oder Leute älternd von Abi-Freunden, die mir immer noch schreiben, ich gucke diese gern bei Hallo Deutschland und so.
00:30:03: Diese eine Person, der mal das erzählt für mich im Nachhinein und über die vielen Jahre ist doch aber auch einfach das so ein... Ja, das ist dann schon Routine.
00:30:12: Dass man es schafft oder ich es geschafft habe die Kamera so als Freund zu sehen zu wissen egal wie viele jetzt zugucken oder nicht.
00:30:19: Ich versuche so persönlich wie möglich da reinzusprechen weil ich einfach jemand anderen erzähle der Lust hat auf diese Sendung.
00:30:25: Es ist viel wahrscheinlich dann so Philosophie-Fragen, Routine und sich vorzustellen Das gucken jetzt Menschen Und sich nicht vorzustelle wie viele das sind.
00:30:33: Es waren immer zwischen zwei und drei Millionen.
00:30:35: und dann sagen ah ich könnte gar nicht so aufgeregt sein.
00:30:38: Aber ich hab da mal eine Doku gedreht, auch im Ausland mit dem Kamerateam und so.
00:30:44: Und ich dachte weiß was mich viel mehr stressen würde.
00:30:45: Stell dir vor du bist jetzt hier Kameramann oder Kamerafrau und bist ja oft unterwegs in den aktuellen Formaten bei Staatsempfängen.
00:30:51: Du reist jetzt keine Ahnung mit dem Kanzler nach Washington und der trifft dann Trump und so... ...und du musst, du hast nur eine Chance dieses einer Bild wo die sich zum ersten Mal treffen diesen Handshake da wo auch immer das stattfindet mitzunehmen, das wird mich mega stressen.
00:31:05: Hab ich eine Diskette in der Kamera?
00:31:07: Habe ich auf die richtige einstelle ... Ich verwacke das Bild und mach das verschombend.
00:31:12: Das will mich total killen!
00:31:13: Die sagen ja aber mich wird killen vor zwei Millionen zu reden.
00:31:16: Das ist ja egal, es ist genau so wie wir beiden hier reden.
00:31:18: da sind wir wieder bei der Echtheit.
00:31:20: Das hat mich nie gestresst.
00:31:21: Aber so hat jeder wahrscheinlich seine Vorlieben und Dinge, die er gut kann.
00:31:25: Und wenn man die dann gefunden hat, so wie in meinem Fall, dass natürlich dankbarerweise war und ist macht's das einfach-einfach.
00:31:32: Direkte Feedback ist ja in, keine Ahnung.
00:31:36: Wahrscheinlich achtzig oder neunzig Prozent deiner Moderation erwährt geblieben weil du halt im Studio standest?
00:31:43: Wie ist es denn mit Mit Feedback von Zuschauerinnen und Zuschauern und natürlich auch Chefs und Kollegen über die Jahre hinweg also leicht mal ganz simpel angefangen?
00:31:58: was haben sie dir immer wieder zurückgespiegelt was du besonders gut kannst?
00:32:04: Also ich glaub schon dieses echt sein, so authentisch sein vor der Kamera.
00:32:08: Glaubtwürdig.
00:32:10: Sympathie kam oft ne?
00:32:11: Mensch Tim ist so ein netter irgendwie du bist dann wirklich hier so nett wie vor der Kamera wenn mich jemand nicht kannte im Alltag wenn ich angesprochen werde oder so und dass sie sagt hey du bist ja wirklich so wie ich dich immer in Wohnzimmer hab oder umgekehrt Und vielleicht auch manchmal, dass dieses dieser Change gerade bei Hallo Deutschland das sehr gut funktioniert hat oft.
00:32:29: Dass man mir geglaubt hat, dass mich ein Thema mitnimmt oder dass diese Wechsel funktioniert ich habe dann immer deswegen darauf hingewirkt zu sagen ja dann siehst du mal es macht schon Sinn mehr ein paar Sekunden mehr zu geben und nicht immer zu sagen Du wirst schneller oder langsamer sondern Gib mir das mit so her und dann hängst natürlich ab von der von der Zielgruppe.
00:32:46: also bei logo war's so da bin ich über casting gelandet und Da noch eine runde am ende waren über tausend Bewerberinnen bewerber Und das ging dann auch in der letzten Runde noch mal die Marktforschung.
00:32:57: Und da war am Ende die Frage von den Kandidaten, die die ausgewählt hatten inklusive mir wer ... Von wem würdet ihr gerne unterrichtet werden?
00:33:04: Wer soll euer, keine Ahnung, Lehrer werden sozusagen und dann haben sie mich ausgewählten!
00:33:08: Ich meine das ist ja das schönste Feedback ever.
00:33:10: ne dass man halt von Schülerin zwischen acht und zwölf irgendwie ausgewältet wird von dem Tim oder der wär cooler Lehrer bei uns und das natürlich ein tolles Feedback wenn das so rüber kommt.
00:33:19: Eine gewinnene Art würde ich vielleicht mal sagen, weil du ja auch ein Menschenfreund bist finde ich.
00:33:28: Du magst Menschen und das ist glaube ich die beste Voraussetzung sie für sich zu gewinnen.
00:33:34: letztlich?
00:33:35: Ja vielen Dank was jetzt nicht meine Art.
00:33:36: also mein Anspruch ist.
00:33:37: Ich will jetzt die Menschen nicht gewinnen sondern will einfach nur das präsentieren oder rüberbringen was wir vorbereitet haben.
00:33:42: aber wenn das dann zurückkommt...
00:33:44: Bei dir von selbst habe ich das Gefühl Jetzt gehst du so langsam, aber sicher auf die Fünfzig zu.
00:33:56: Mit dem Thema Feedback mit diesen Routinen und den Erfahrungen war ja ganz sicherlich vor zwanzig Jahren anders.
00:34:05: Hast Du auch Feedbacks eingefordert oder hast Du Dir selber Sachen angeguckt?
00:34:09: Also wie war's mit Reflexion und Feedback bei Dir?
00:34:16: Sky zum Beispiel, am Anfang gab's wenig Feedback.
00:34:20: Da war ich total überrascht so, ne?
00:34:22: Dann gab immer mal wieder was.
00:34:23: aber da hab' ich gefragt, na ja, ich war dann bei den Sitzungen auch dabei weil ich in München wohnt und öfter nach Unterführung rausfahren konnte... ...und hab dann gedacht jetzt gibt es da irgendwas Feedback, aber es waren relativ wenig bei den Sitzungen.. ..und da hat einer eben auch gesagt du wenn sich keiner beschwert, dann war alles okay irgendwie so, oder?
00:34:36: Aber das hat mich natürlich nicht weitergebracht, weil als junger Kollege ich war damals der Jüngste im Team Natürlich gehofft, dass mir jemand sagt, du pass auf die Frage anders stellen oder das habe ich gesehen.
00:34:44: Das war cool so wie du es gemacht hast.
00:34:46: aber überleg mal hier, das wäre noch vielleicht besser wenn du es mal so machst.
00:34:49: Das finde ich ist einfach auch eine Frage von Wertschätzung Feedback zu bekommen.
00:34:53: Ich fand auch beim ZDF über die Jahre außer bei Logo vielleicht viel zu wenig Feedback und auch viel zu wenige Kritik in dem Sinne.
00:35:02: Ganz selten weil das überhaupt die Moderation thematisiert worden ist.
00:35:05: hätte mich gefreut, wenn es öfter mal passiert wäre auch als Wertschätzung.
00:35:08: Auch ich hab mir natürlich was dabei gedacht wie ich wann moderiere aber auch Kritikpunkte anzusprechen das ist schon sehr wenig.
00:35:15: das finde ich geht mehr und deswegen und auch vorher schon auf dem Weg irgendwie in meine Format habe ich mir eben tatsächlich sehr viel selber angeguckt.
00:35:23: gerade bei RTL wo ich in München moderiert hat parallel zum Studium habe ich immer mal die Sendung dann angeschaut Und Dinge auch ausprobiert habe gesagt ich glaube ich mache zu wenig pausen Ich bin teilweise so schnell.
00:35:33: jetzt Diese drei Moderationen mache ich jetzt mal ganz langsam oder macht ganz lange Pause und guckt mir das man zu Hause an.
00:35:39: Hab mir das dann später angeguckt damals noch im Video und hab mich gefragt wo sind die Pausen?
00:35:43: ja ich habe doch diese ewig lange Pause gemacht, und da sah ich sie nicht und spürte sie nicht merkt okay wahrscheinlich muss die Pause noch länger.
00:35:49: also ich habe in dem Moment der Moderation gedacht dass ist die längste Pause der Welt... ...und er sehe es sich nicht.
00:35:54: also morgen noch eine längere Pause und so habe ich sehr viel mehr Auto didaktisch auch selber Feedback gegeben und beigebracht.
00:36:00: Und hast du auch Coachings in Anspruch genommen?
00:36:02: Ja!
00:36:03: Immer wieder ganz verschiedene.
00:36:05: Von Logo angefangen auch beim ZDF mehrere Coachings und das war immer sehr lehrreich, immer heilsam.
00:36:12: Ein Kollege von mir hat gesagt ach geil du hast Coaching bei der und er misst die auch mal wieder.
00:36:15: man kann immer wieder was Neues lernen ist immer wieder wichtig sich zu Feedbacken und so.
00:36:19: Und das war auf jeden Fall spannend.
00:36:20: und die besten Coaching waren immer die wo man tatsächlich Das ganze Zeit ich gesehen habe meine Person selbst in dem Format bei dem heute Format, die heute Nachrichten habe ich ein halbes Jahr gemacht.
00:36:31: Da hab' ich so n bisschen gefremdet mit der Art... Das war nicht so meine Art der Sendung als Moderator oder so, da fühlte ich mich ein bisschen eingeengt und da hat zum Beispiel die Trainerin damals gesagt du wir gucken jetzt nochmal deine allererste Sendung das war diese Westernacht damals von zwei vierzen auf fünfzehn das weiß ich noch Top Quote weil alle den Kiste eingelassen hatten um rausgehen um zu böllern und zu knallen und so.
00:36:52: und es war okay aber war natürlich... Was war
00:36:53: alleine im Wohnzimmer?
00:36:55: Gefühltig!
00:36:56: Da hatte ich meine Ruhe.
00:36:57: ja Und aber dir hat gesagt, das war deine allerbeste Sendung.
00:37:02: Auch wenn man noch ein bisschen optimieren kann hier und da.
00:37:04: Aber seitdem haben ganz viele angefangen dir Tipps zu geben, ne?
00:37:08: Das nicht macht das anders und so.
00:37:10: Du warst immer weniger du selbst.
00:37:11: jetzt gucken wir nochmal deinen Silvester-Sendung.
00:37:12: ich so nee die will dich mehr gucken.
00:37:14: Wollt so viel dran rum kritisiert ich so.
00:37:15: Nein!
00:37:16: Es war die einzige Sendung wo du Tim warst und das ist die beste Basis um auch hier in diesem Format weiter dein Stempel aufzudrücken obwohl die Möglichkeiten natürlich sehr gering sind
00:37:27: Bei den Punkten, also sowohl plus als auch minus von den Coaches.
00:37:33: Was hat sich da durchgezogen?
00:37:35: Also letztlich positives Feedback oder positive Bestärkung und vielleicht auch Verbesserungsvorschläge?
00:37:42: Hast du was auf dem Zettel?
00:37:43: Also positiv auf jeden Fall – das war eigentlich durch die Bank so – dass die Coaches ... immer die Person gesehen haben, mich gesehen haben.
00:37:52: So sagen okay was bringst du mit an Stärken und Schwächen?
00:37:54: Und wie wirkst du vor der Kamera?
00:37:55: Was ist deine Art?
00:37:56: Was bist du für ein Typ?
00:37:58: Wie kriegen wir den so gut integriert in das Format dass du dich nicht verbiegen musst aber trotzdem auch deiner Rolle gerecht wirst es immer der Spagat zwischen Rolle und Persönlichkeit sozusagen.
00:38:08: und wenn das ungefähr die Mitte halt und sich die Waage hält dann ist es irgendwie sehr sehr gut.
00:38:13: Was ich an Tipps mitbekommen habe das sind dann oft waren dann Praxistipps längere Pausen vielleicht hier unter anderem betonen Denkt daran, es hat Anfangsatzende das die Stimme runtergeht.
00:38:24: Fragen wie ich mit den Händen agiere so was halt.
00:38:27: Es waren dann eher so die Handwerksfragen des Fachliche aber dass es in eine Verbindung kommt und da eine Resonanz ergibt sowohl das handwerkliche als auch das das persönliche funktioniert miteinander irgendwie im Einklang ist.
00:38:40: Das war so die Hauptmessage.
00:38:42: Ist man als so erfahrener Moderator?
00:38:45: Wie du's einer bist irgendwann fertig mit dem eigenen Auftritt Und mit der Arbeit am Eifern-Hofblatt.
00:38:51: Ich hab vor kurzem mit Friedemann Schulz von Thun gesprochen, großer Kommunikationspsychologe Experte.
00:38:56: Der ist jetzt, glaubt, in zweiundachtzig im Rahmen eines anderen Podcasts den ich selber betreibe und er hat auch gesagt dass immer wieder neu lernen musste.
00:39:05: ne als junger Professor hat ihm das gefehlt.
00:39:07: dann war schon erfolgreich.
00:39:08: da hat ihm jemand gesagt du pass auf was bei dir noch ergänzend hinzukommt ist denn dieses skill?
00:39:13: Und er hat immer gesagt, dass ich ... Er hat viel von diesem inneren Team gesprochen.
00:39:16: Dass der im Laufe seines Lebens auch wieder neue Leute an diesen Tisch bitten muss in seinem inneren team und gucken musste wie die miteinander interagieren.
00:39:23: Das war für mich noch mal ein Indikator, das man nie fertig ist weil man sich ja weiterentwickelt, weil man vielleicht andere Vorlieben hat negative aber gute Erfahrungen gesammelt hat.
00:39:32: Dann zu denken grad in unserem Business oder als Moderator man ist irgendwann fertig dann hört man auf sich weiterzuentwickeln so ne?
00:39:40: Ja und auf diesem Weg finde ich es wichtig, so wie du's gemacht hast und so wie ich das auch auf meinem Weg gemacht habe.
00:39:49: Dann natürlich immer wieder die Meinung von Experten hinzuziehen, die vielleicht eine größere Lebenserfahrung haben – das spielt für mich in diesem Job eine große Rolle, weil es ja sehr persönlich ist und privat zum Teil ... Und letztlich ja auch den Mut zu haben, vielleicht auch Schwächen oder Vorbehalt oder Hemmung.
00:40:17: Sich selbst einzugestehen nur so kommt man weiter glaube ich.
00:40:20: na sich selber... sich selber zu öffnen und eben nicht zu glauben dass man schon alles kann ist eine Typfrage
00:40:28: glaube ich.
00:40:31: Und würde gerne zum Schluss noch einmal die Kurve machen zu deinen beiden Büchern die du geschrieben hast Wunderwaffe Wertschätzung Und Respekt.
00:40:41: Welche Motivation steckte dahinter, die beiden zu schreiben?
00:40:47: Ja welche Motivationssteckte Dahinter?
00:40:50: also ich wollte ursprünglich gar kein Buch schreiben bin ja auch deswegen Moderator geworden weil man halt dann auch mit kürzeren Texten und live und spontan agieren kann.
00:40:59: Ich fand die Magisterarbeit damals zum Abschluss meines Studiums war schon lang genug.
00:41:03: Die Motivration dahinter war dass sich mit mehreren Freunden an einer Idee gearbeitet hat die uns öfter zusammenbringt Fünf Freunde quer durch Deutschland verteilt, verschiedene Jobs und auch bei Mediensituationen um einfach dass wir uns öfter sehen wollten über das gemeinsame Gründen erfinden.
00:41:19: Da mehrfache Treffen gemacht über mehrere Jahre und die Ideen also viele davon finde ich nach wie vor gut.
00:41:25: die hätten auch funktioniert aus meiner Sicht.
00:41:27: aber wer kam nie in die Umsetzung weil wir auch nicht mussten und nicht darauf angewiesen waren Bis einer dann irgendwann sagt, die meisten Ideen fast alle haben so einen Wertschätzungskern.
00:41:35: Egal was wir machen von der App über eine Unternehmensberatung alles war so ein wertschätzender Faktor.
00:41:41: Wollen wir nicht mal gucken, lass uns doch ein Buch drüber schreiben.
00:41:43: Einfach mal zu gucken ob das funktioniert, ob das Thema ankommt in der Art und Weise wie wir es bisher durchdacht haben.
00:41:48: Mach du das doch Tim!
00:41:48: Du bist doch Journalist und Freiberufler und Moderator und hast Germanistik studiert.
00:41:52: Hast
00:41:52: du den ganzen Tag Zeit?
00:41:53: So... Und dann ist das bei mir gelandet.
00:41:56: ich dachte ja eigentlich ganz geile Idee und so und da habe ich angefangen mit einem anderen unterstützt zu schreiben und so ist dein Buch rausgekommen was am Ende gar nicht schlecht lief.
00:42:05: Und das hat dann dazu geführt, dass ich öfter mit diesem Buch eingeladen worden bin über das Thema zu sprechen.
00:42:10: Interviews auch bei Auftritten als Speaker und so hat sich das entwickelt.
00:42:14: natürlich habe ich das Buch nicht einfach als Auftragsarbeit geschrieben sondern Ich finde also Wertschätzung hat sich mein Leben durchzogen.
00:42:20: Hat meinen Glauben schon angesprochen.
00:42:21: Ich fand meine Eltern auch meine Großeltern haben mir das immer vorgelebt den Menschen zu sehen und miteinander positiv umzugehen.
00:42:29: Und auch das ist ein großer Teil in dem buch, dass sich in meiner Medienlaufbahn die Immer geliebt habe bis heute liebe und immer mein Anspruch.
00:42:36: mein Ziel war, dass ich da sehr oft festgestellt hab das auch Wertschätzung fehlt.
00:42:41: Ich fand da viel sehr oder sehr viele Ellenbogen oft Und ich dachte in diesem ganzen höher schneller weiter wer kommt wie voran?
00:42:48: wenn man gemeinsam öfter mal Gemeinsam vorangeht kommen vielleicht alle schneller weiter anstatt dass nur der oder die eine sich da irgendwie durch boxen auf Kosten.
00:42:55: anders hat mich immer gestört... ...und ich dachte es geht besser das muss besser gehen und auch das wird dann eben Teil dieses Buches.
00:43:03: schon sehr vielschichtig finde ich, was du da beschrieben hast.
00:43:07: Kannst du nochmal den Kern oder gibt es einen gemeinsamen Kern der beiden Bücher?
00:43:14: Ja also der gemeinsame Kern ist wirklich miteinander als Menschen, als Gesellschaft im kleinen wie im großen mehr auf Augenhöhe zu agieren.
00:43:24: Den anderen sehen die andere sehen und zu gucken wie kann nicht nur ich mal auf meine Kosten kommen sondern gemeinsam das hinzukriegen in Familienleben in der Nachbarschaft, im Job auch in der Gesellschaft.
00:43:33: Und das ist ja der Respekt.
00:43:35: es wahrscheinlich geht dann öfter noch mal ins Eingemachte ne?
00:43:38: Da gibt's nochmal mehr Wertschätzung würden viele sagen so nice to help und haben wir alle irgendwie und brauchen wir.
00:43:42: und irgendwie ganz schön bei Respekt ist eben die Frage dass man auch ja da manchmal sich auch entscheiden muss sie auf die Seite des Respekts zu stellen und auch vielleicht was in Kauf zu nehmen was ein hindert irgendwie voranzukommen oder Stellung zu beziehen so.
00:43:54: Das geht nochmal mehr ins tiefere.
00:43:57: Investierst du mehr Zeit damit Leute abzuholen sozusagen in einer Community zusammenzuführen, die ähnlich denken oder investierst du mehr Zeit darin so zu erlangen.
00:44:10: Leute, die sich vielleicht nicht unbedingt wertschätzend verhalten vom Gegenteil zu überzeugen dass es besser ist, das so zu tun wie du es vorlebst.
00:44:19: Zweitens wäre wahrscheinlich hilfreicher hier und da ohne dass ich jetzt als die Blaupause gelten möchte Ich habe für mein erstes Buch Marcel Jansen Interviewt, Ex-Fußballer und Gründer, Nationalspieler macht es sehr viel.
00:44:32: Sein eigenes Business ist ja doch relativ frühzeitig freiwillig aus dem aktiven Sport geschieden Und mit dem habe ich auch darüber gesprochen.
00:44:41: Ich hab mehrere Protagonisten eben getroffen die mich begleitet haben die ich begleitete unterwegs und der hat gesagt du ich kann das nur vorleben Ja, also wenn ich jetzt in damals war er hat den Startup gegründet für gesunde Ernährung.
00:44:52: Also so so lunch was das Alternative ist zu Pizza vielleicht ein Cola oder die Currywurst zum Mittag?
00:44:58: Ich kann den Leuten das nur anbieten schwachhaft machen hat der gesagt.
00:45:01: und wenn ich dann jemand habe dem ich das anbiete so günstig wie möglich so lecker wie möglich und auch hilfreich Und der greift trotzdem zur Pizza da mache ich das am nächsten Tag vielleicht noch mal oder nochmal.
00:45:11: aber wenn am Ende diese Person immer weiter bei Pizza und Cola bleibt Dann ist es halt so, dann kann ich halt keinen Menschen da irgendwie missionieren.
00:45:18: Und dann verschwende nicht meine Energie diese Person zu überzeugen dass das vielleicht anders gesünder wäre sondern geh weiter und gucke da wo ich mehr Erfolg habe.
00:45:25: Das ist mir hängen geblieben so wenn ich merke was die eine Person mit Wertschätzung nicht erreiche und die nicht daran glaubt dass diese diese Möglichkeiten jemand anderes zusehen auf Augenhöhe zu begegnen mit mehr Menschlichkeit und nächsten Liebe irgendwie durch den Alltag zu gehen dass das für alle spürbare positive Auswirkungen hat dann verschwende ich daran nicht meine Energie, sondern sage okay es gibt genügend andere denen das zugute kommt die vielleicht da noch Lust haben mehr zu lernen oder mit denen ich mich vernetzen kann anstatt vielleicht dieser einen Gruppe hinterherzulaufen ohne dass sich am Ende was ändert.
00:45:55: Ja und das war die Frage die ich mir tatsächlich dabei gestellt habe also schaffst du es mit einem großen Energieaufwand tatsächlich denn Leute zum Missionieren ist jetzt vielleicht nicht der richtige Begriff.
00:46:08: aber ... zu überzeugen von deiner Mission oder investierst du eher die Energie in die,... ...die dafür offen sind.
00:46:20: Ja vielleicht
00:46:20: auch einfach Begeisterung wecken.
00:46:22: das ist so der Ansatz.
00:46:23: Dass ich sage ich versuche einfach dieses Prinzip was ich für mich erkannt habe und wo ich viele Vorteile sehe so attraktiv zu präsentieren... ...Begeisterung zu wecken dass es eher nachahmer findet.
00:46:34: aber die Leute können sollen und dürfen müssen selber entscheiden.
00:46:38: Ist das was für Sie oder nicht?
00:46:39: So, so sehe ich ja meinen Prinzip da.
00:46:41: Ich rede gern drüber und werde auch gerne eingeladen, der Vortrag oder Coachings zu halten... ...und versuche einfach zu inspirieren!
00:46:48: Und was dann Menschen daraus machen oder eben auch nicht?
00:46:51: Das will ich mir gar nicht anmaßen und steht doch nicht in meiner Macht so.
00:46:55: Kann man jemandem wertschätzend sagen, deine Leistung reicht
00:46:59: nicht?!
00:47:01: Ich hoffe doch, muss ja!
00:47:03: Also ich hoffe dass viele Fußball-Trainerinnen und Trainer das immer wieder hinkriegen.
00:47:08: Passiert vielleicht viel zu selten, also passiert definitiv.
00:47:11: Viel zu selte dass es wertschätzend kommuniziert wird.
00:47:14: aber man würde sich ja komplett was vormachen oder in die Tasche lügen wenn wir das nicht hinbekehlen.
00:47:19: wertschätzen zu sagen das ist zu wenig.
00:47:22: Idealerweise vielleicht mit Optionen wie man's besser machen kann.
00:47:25: stichwort feedback so ne?
00:47:27: Also bis dieser Punkt kommt dass meine Person sagt du das reicht nicht du bist raus Hoffe ich natürlich auch, Stichwort Wertschätzung und Respekt, dass man schon unterwegs Signale sendet.
00:47:35: Du das ist ein bisschen dünn ne?
00:47:36: Da müssen wir noch mal einen Schipp draufpacken.
00:47:38: was brauchst du, dass du besser performen kannst sei es im Job, sei es in Fußball oder Sport wo auch immer anstatt dann mit der Kolde zu kommen?
00:47:45: aber das is'n Vorwurf, daß man der Wertschättung oft unterstellt die soll immer nur positiv sein und bestärken und loben als Bullshit.
00:47:53: Echte Wertschützung heißt auch jemandem zu sagen Das reicht nicht.
00:47:56: und wenn du hier weiter mitspielen willst jobblich oder sportlich oder wie auch immer nachbarschaftlich dann muss da mehr passieren und wir kriegen das gemeinsam vielleicht hin.
00:48:05: Die Trennung zwischen sachlicher und persönlicher Kritik ist ein entscheidender Faktor, oder?
00:48:10: Ja!
00:48:10: Und die Frage wie man es formuliert also... Man muss das jetzt nicht bewusst positiv formulieren aber eben mit Respekt vor, dass man den Menschen dahinter sieht und man weiß okay ich sage jetzt einer Person etwas sehr sehr persönliches, etwas was sie wahrscheinlich auch vielleicht verletzt oder zurückwirft oder entstagnieren kommen lässt, aber ich mache das auf eine Art und Weise wie ich auch gerne angesprochen werde.
00:48:32: Nicht von oben herab nicht mehr keine Ahnung sondern eben wertschätzend.
00:48:38: Mein großen Respekt hast du ja schon seit exakt einem Jahr wo du zweiundvierzig Komma eins neun fünf Kilometer durch die Hauptstadt gelaufen bist.
00:48:49: jetzt war vorgestern wir nehmen am Dienstag auf Die Ausgabe, zwanzig sechsundzwanzig.
00:48:55: Was wieder dabei oder hast du gedrückt?
00:48:58: Ich wäre gerne dabei gewesen aber eine sehr gute Freundin von mir ist Fünfzig geworden am Wochenende und hat gesagt du Tim Marathon kannst immer laufen.
00:49:06: mich in meinen fünfzig sind zu feiern es geht nur einmal.
00:49:08: von daher habe ich geschoben ja aber ich würde gern nochmal machen
00:49:12: Und wenn der fünftigste Geburtstag nicht gewesen wäre wirst du gelaufen.
00:49:16: Ja,
00:49:17: da komm
00:49:18: ich schon rum.
00:49:19: Also ich hab den ersten Mal nochmals lebensgelaufen im letzten Jahr und es war einfach so.
00:49:22: wir wohnen in Berlin an der Strecke fast, ja?
00:49:24: Ich bin total begeistert!
00:49:25: Und ich hatte nach Hilles Sehnenriss im Fußball bei der ZDF-Betriebssportgruppe vor ein paar Jahren gesagt wenn ich jemals wieder schmerzfrei laufen kann dann laufe ich einmal den Marathon.
00:49:34: unter vier Stunden habe ich dann in meiner Euphorie gesagt mit dem Kollegen gewettet Schaste nie.
00:49:38: und dann hab ich gesagt, ich mach das.
00:49:40: Und letztes Jahr war es einfach wahnsinnig heiß, ne?
00:49:42: Das soll jetzt nicht Ausrede sein aber die haben sehr sehr frühzeitig gewarnt.
00:49:45: bitte heute keine Rekorde.
00:49:46: Die Eiswürfel waren knapp in der Hauptstadt Es war wirklich ein so'n... alles in umgekippt Marathon.
00:49:51: Ich bin über vier Stunden gelandet und habe schon nochmal in mir so dieses Ding.
00:49:55: so einmal will ich's noch versuchen Die vier Stunden zu knacken.
00:49:59: Also ich glaube bei mir wäre das Prinzip einmal reicht
00:50:04: Ja, vielleicht aber beim zweiten Mal kann man es ein bisschen mehr noch mal genießen.
00:50:06: Es war auch schon schön.
00:50:07: Ich weiß was auch nicht.
00:50:08: Das war mein Geburtstag sogar.
00:50:09: Sie haben die verlegt.
00:50:10: wegen der damaligen Bundestagswahl passiert auch nicht alles.
00:50:13: Weil kamen schon viel zusammen das man es genießen kann.
00:50:15: Aber es gab auch Momente wo ich auch die Menschen an der Strecke da, die ja gerade in Berlin fantastisch sind, ne?
00:50:20: Also Fulminant Unterstützung.
00:50:22: Aber ab Kilometer thirty-six dann ging's hier nochmal durch Schöneberg und so.
00:50:25: Die haben alle getrommelt um einen Namen gerufen den sie auf diesen Nummern schildern lassen und so und hab gesagt hey halt also die Fresse geht nach Hause!
00:50:30: Was wollt ihr hier,
00:50:32: ne?!
00:50:33: Gejure getrommelt, ich kann euch nicht mehr sehen.
00:50:35: Da gab es schon noch Momente diesbezüglich.
00:50:37: Nicht wertschätzt, aber für mich bald.
00:50:40: Gut dann bin ich gespannt ob du dir nochmal den Ruck gibst und der zweite Marathon kommt muss ja nicht in Berlin sein.
00:50:49: Hast Du Tim zum Schluss vielleicht auch eine Botschaft an alle die das hier hören und überlegen Auftritt zu feilen und ihn vielleicht noch stärker zu machen, um dann so einem starken Auftritt werden zu lassen.
00:51:05: Ja also ich freue mich überhaupt, dass ihr so lange zugehört habt und euch dafür interessiert.
00:51:09: Ganz ganz viel kam glaube ich schon raus durch das was Jens gesagt und gefragt hat und ich hier versucht habe zu beantworten.
00:51:16: Traut euch ihr selber zu sein glaubt an eure Persönlichkeit nehmt all das was ihr mitbringt als menschen auch das was Ihr vielleicht hier und da als schwächer empfindet Und bringt das mit auf die Bühne vor dem Mikrofon zu den Menschen, zu denen ihr sprecht.
00:51:28: Weil dann habt ihr schon mindestens fünfzig Prozent der Wirkung erreicht und der Rest ist ein Mix aus Handwerk, auch Spaß, Aus Vorbereitung und aus den Dingen, die man einfach lernen kann und nicht sich scheuen zu lernen.
00:51:41: Das heißt in diesem Fall immer wieder ausprobieren, sich kleinen Herausforderungen stellen und dadurch zu merken, man kommt weiter und idealerweise kommt man dann auch an.
00:51:50: Dann danke ich dir ganz herzlich, Tim für die Zeit und auch den einen Blick.
00:51:56: Du hast ja die Tür weit aufgemacht wie ich finde... Du
00:51:59: bist ja aufgestoßen das spricht er auch für dich!
00:52:01: Und schicke dir sehr liebe und sehr wertschätzende Grüße nach Berlin.
00:52:06: Vielen Dank zurück in den hohen Norden.
00:52:08: bis dann ciao.
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